schließ deine augen und träume mit mir.

stell dir vor, du bist auf dem wunderbarsten platz, den du dir überhaupt vorstellen kannst. einem platz, an dem du nichts weiter fühlst als ein unendliche warmes und sicheres lodern in deinem herzen. du läufst umher und genießt einfach nur dein leben. dabei bemerkst du aber nicht, daß du immer weiter auf ein großes loch zu läufst, welches sich im zentrum deiner kleinen welt befindet. du bemerkst es es, als es schon viel zu spät ist und fällst hinein. das loch ist unheim tief und furchtbar dunkel. gefüllt ist es mit einem durchsichtigen schleim. du beginnst zu sinken, erst langsam, dann immer schneller. du schreist und versuchst dich zu wehren, aber jeder versuch ist zum scheitern verurteilt. irgendwann bist du ganz untergetaucht, deine schreie verstummen unter der oberfläche und es geht immer weiter abwärts. es ist dunkel hier und sehr kalt. du fühlst dich völlig alleine und hoffst nur, daß irgendwann mal der boden kommt, aber du fällst weiter. das gefühl für zeit und raum hast du irgendwann verloren, du weißt nicht wo oben und unten ist. dein herz bricht entzwei und hört auf zu schlagen.

aber ganz plötzlich siehst du dieses licht, es ist ganz schwach und scheint unerreichbar fern, wie ein stern in all dem dunkel. du fängst an mit den armen zu rudern und willst nur noch eines, zu dem licht zu gelangen. irgendwie gelingt es dir auch und du bewegst dich. erst ganz langsam, aber dann immer schneller schwimmst du auf das licht zu. dann spürst du es. erst denkst du es kommt aus dem magen, aber dir wird klar, dass es dein herz ist. es beginnt ganz zaghaft zu schlagen. erst ist es nur bei bub, dann schon ein bubbub. es ist noch sehr geschwächt, zu viele schmerzen hatte es über sich ergehen lasen. und wie es so schlägt, kommt das leben wieder in dich zurück und es hat jetzt auch einen sinn. du willst das licht erreichen, irgendwie gibt es dir hoffnung.

du weißt nicht wie lange du dich schon auf das licht zu bewegt hast, aber du bist schon fast dort. jetzt kannst du es auch genauer erkenne. es ist eine kleine sonne, zart aber wunderschön. und genauso wie scheint sie hier irgendwie festgehalten zu werden.

du bist jetzt so nah herangekommen, dass dich ihre hellen strahlen zu wärmen beginnen. ganz langsam steigt in dir ein lange nicht gekannte gefühl auf und dir wird klar, dass es nur liebe sein kann. eine neue liebe, eine stärkere liebe als du sie je gekannt hast. und diese liebe gibt dir kraft, kraft um an dich zu denken und wie du aus diesem loch heraus kommt. du erkennst, dass diese kleine sonne deine chance ist um aus diesem loch zu verschwinden. du willst, dass sie immer bei dir ist, willst ein eigenes univerum mit ihr erbauen, willst der einzige sein, der sich um sie dreht. liebe und hoffnung, dass ist nun alles was du spürst.

dann plötzlich merkst du, wie du langsamer werden zu scheinst. fast hättest du die sonne erreicht, aber nun wird es immer schwerer voran zu kommen. aber du bist es nicht, es ist die kleine sonne, die sich von dir wegbewegt. immer schneller und schneller, bis ihr licht fast wieder im dunkeln verschwindet. was ist geschehen, warum ist das passiert? diese beiden fragen hämmern durch dein gehirn. langsam schwindet auch wieder die hoffnung. du ergibst dich wieder der leere, dein herz wird langsamer, bis es irgendwann aufhört zu schlagen. kälte und dunkelheit hüllen dich wieder ein. nur die liebe lodert noch in dir. doch du bist wieder allein.